Altenhundem. Mit einem festlichen Hochamt feierte die Gemeinde St. Agatha in Altenhundem am Sonntag, 27. September 2026, das 125-jährige Kirchweihjubiläum ihrer Pfarrkirche. Der emeritierte Bischof von Osnabrück, Dr. Franz-Josef Bode, stand dem Gottesdienst vor. Am 23. September 1901 hatte der damalige Paderborner Bischof Wilhelm Schneider die Kirche geweiht.
In seiner Predigt sprach Bischof Bode über die Herausforderungen, vor denen die Kirche heute steht. Er ermutigte die Gläubigen, in einer veränderten Welt selbst „lebendige Steine“ des Glaubens zu sein. Zum Abschluss zitierte er einen Satz aus Pascal Merciers Roman Nachtzug nach Lissabon: „Ich möchte nicht in einer Welt ohne Kathedralen leben.“
Die Worte stammen aus der Abiturrede einer Romanfigur. Sie erzählt davon, wie sehr sie die Schönheit und Stille der Kirchen, den Klang der Orgel, betende Menschen und die Sprache der Bibel braucht. All das setzt für sie dem Lärm, der Oberflächlichkeit und den Parolen etwas entgegen. Kirchen bewahren solche Erfahrungen und halten die Frage nach Gott wach. Sie stehen für eine große Verheißung über unserem Leben. So wurde das Jubiläum nicht nur zum Rückblick auf 125 Jahre St. Agatha, sondern auch zur Ermutigung, den Glauben zu leben und seine Tiefe und Weite neu zu entdecken.
Der Kirchenchor aus Meggen gestaltete das Hochamt musikalisch. Nach der Messe nutzten viele Mitfeiernde den Umtrunk vor der Pfarrkirche, um miteinander ins Gespräch zu kommen.
Die indische Gemeinde, die sich regelmäßig in Altenhundem zum Gottesdienst trifft, feierte anschließend ihr jährliches Onam-Fest. Das traditionelle Erntefest stammt aus dem südindischen Bundesstaat Kerala und wird mit Tanz, Spielen und einem gemeinsamen Festessen begangen. Vor der Arche gab es indische Tänze und Spiele. Ein Abendessen mit vielfältigen vegetarischen Speisen beschloss den frohen Festtag.
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