09.02.2026

Viva San’Agata Reise zu den Kunstschätzen Siziliens und zum Agatha-Fest nach Catania

Mit vielen bleibenden Eindrücken kehrten 36 Teilnehmerinnen und Teilnehmer unserer St.-Agatha-Gemeinde aus Lennestadt und dem Kreis Olpe von einer ganz besonderen Studien- und Pilgerreise nach Sizilien zurück.

Die Reise verband kulturelle Höhepunkte der Insel mit der Teilnahme an einem der größten religiösen Feste der Welt – dem Agatha-Fest in Catania.

Die Gruppe wurde begleitet von Weihbischof Matthias König aus Paderborn, Pfarrer Markus Leber, Vikar Jairaj Kidangan Mani, Domdechant Gregor Tuszynski und Pfarrer Thorsten Neudenberger, die gemeinsam mit den Pilgern die Reise erlebten und geistlich begleiteten.

Kulturelle Höhepunkte Siziliens

Die Reise begann mit der Erkundung der Inselhauptstadt Palermo, bekannt für ihre historische Architektur, lebendige Märkte und prachtvolle Kirchen. Ein besonderer Höhepunkt war der Besuch der normannischen Kathedrale in Cefalù, die mit ihren beeindruckenden byzantinischen Mosaiken fasziniert.

Hier wurde die Gruppe besonders herzlich von Bischof Giuseppe Marcante im Dom begrüßt. Eine langjährige Freundschaft verbindet ihn mit Vikar Jai: Als Marcante noch Pfarrer in Rom war, wirkte Vikar Jai als Diakon und Kaplan bei ihm. Die Begegnung in Cefalù war von großer Herzlichkeit geprägt, und Bischof Marcante lobte in sehr emotionalen Worten die heilige Agatha, mit der er seit Kindertagen verbunden ist – er selbst stammt aus der Dompfarrei in Catania. Diese Begegnung hinterließ bei allen Teilnehmern einen bleibenden Eindruck und vertiefte die spirituelle Dimension der Reise.

Mittel- und Höhepunkt der Reise: Das Agatha-Fest in Catania

Der Höhepunkt der Reise war die Teilnahme am Agatha-Fest in Catania, eines der größten religiösen Feste der Welt, das jedes Jahr rund 1,3 Millionen Pilger anzieht.

Tag 1 des Festes (3.2.2026)  Kerzenopfer und Prozession

Nach einem kurzen Gottesdienst und dem Kerzenopfer durch den Bürgermeister begann die erste Prozession. Sie führte vom Ort des Martyriums der hl. Agatha, der in der Kirche St. Blasius zu sehen ist, durch die Innenstadt zum Dom von Catania. Schon hier säumten tausende Menschen den Weg und stimmten die Pilger auf die kommenden Feierlichkeiten ein.

Tag 2 des Festes (4.2.2026): „Messe in der Morgenfrühe“ und erste Prozession mit den Reliquien

Bereits um 5 Uhr morgens begann die Feier der heiligen Messe mit der Erhebung der Reliquien der hl. Agatha. „Mann an Mann“ standen 4.000 Gläubige in der Kathedrale, weitere 5.000 verfolgten die Feier auf dem Domplatz – an Umfallen war nicht zu denken. Als die Büste und der Schrein der heiligen Agatha durch die Menschenmassen getragen wurden, winkten tausende weiße Tücher zum Zeichen der Ehre. Jung bis Alt waren vielfach zu Tränen gerührt. Selbst für uns „kühle Westfalen“ ein sehr berührender und emotionaler Moment. Anschließend zog die erste große Prozession durch die Stadt – eine 26-stündige Feier, bei der tausende Gläubige den Schrein begleiteten.

Tag 3 des Festes (5.2.2026): Hochamt am Festtag der hl. Agatha und zweite Prozession

Am dritten Tag feierten die Teilnehmer ein festliches Pontifikalamt in der Kathedrale, geleitet von Kardinal Grech aus Rom, begleitet von 30 Bischöfen, über 300 Priestern und unzähligen Gläubigen.                                     Am Nachmittag begann die zweite Prozession, erneut 26 Stunden lang, durch die Innenstadt. Am Abend trugen hunderte Männer große Kerzen von bis zu 100 Kilogramm Gewicht, um die heilige Agatha zu ehren. Dieses beeindruckende Schauspiel, tief verwurzelt in Tradition und Frömmigkeit, hinterließ bleibende Eindrücke bei allen Mitreisenden.

Abschluss der Reise: Taormina und Syrakus

Nach den intensiven Tagen in Catania ging die Reise weiter zu den malerischen Städten Syrakus und Taormina. In Syrakus konnten die Teilnehmer die antiken und frühchristlichen Stätten erkunden, während Taormina mit seinen engen Gassen und dem atemberaubenden Blick auf den Ätna zu entspannenden Spaziergängen und dem Genießen der sizilianischen Landschaft einlud. Diese letzten Stationen der Reise dienten als Erholung nach den vollen Tagen in Catania und rundeten die Studien- und Pilgerreise perfekt ab.

Fazit: Ein unvergessliches Erlebnis

Eine Reise nach Sizilien lohnt sich – besonders zum Fest der heiligen Agatha. Für die Mitglieder unserer St.-Agatha-Gemeinde war die Teilnahme an den Feierlichkeiten in Catania ein tief bewegendes Erlebnis. Auch die kulturellen Entdeckungen in Palermo, Cefalù, Syrakus und Taormina sowie die Begegnung mit Bischof Giuseppe Marcante machten diese Reise zu einem unvergesslichen Erlebnis.

Viva San’Agata

Ein Beitrag von Pfarrer Markus Leber